Flow-Kommunikation Flow-Führung & - Pädagogik F L O W  AKADEMIE DR. GASSER
Z i r k u l a t i o n   v o n   V i t a l i t ä t
Alte Weisheitstraditionen
Einige alte Weisheitstraditionen setzten bereits viele der elementaren Flow-Praktiken in hoher Qulaität um. Hier ein Kurzüberblick: 700 v. Chr. Die Upanischaden, die alten indischen Weisheitsbücher, welche die Herrlichkeit, Grösse und gestalterische Kraft des Ureinen (Brahman), des Ureignen (Atman) und der Lebensenergie (Prana) preisen, sind auch Berichte über die Erfahrungen der Flow-Praxis. (Easwaran, Eknath: Die Upanischaden. Deutsch von Peter Kobbe. Goldmann, München 2008) 600 - 400 v. Chr. Laozi (”Dao De Jing”) und Zhuangzi begründen den Daoismus. Das DAO ist Prinzip und “Kraft” der reinen Ursprünglichkeit, und das DE ist der wuchtige Fluss der sanften Lebensenergie. Zum Grundprinzip des Daoismus gehört Handeln durch Nicht-Handeln (wei wu wei). Dieses Prinzip hat die Flow-Praxis eins zu eins übernommen. Die Ideen des Daoismus wurden durch den Philosophen Hermann Graf Keyserling in den 1920er Jahren im Westen verbreitet. (vgl. Chi-Medizin, Akupunctur, Taiji, Shaolin, Kung-Fu) 600 - 500 v. Chr. Aufkommen der Jainismus-Spiritualität in Indien. Ahimsa = Gewaltlosigkeit resp. Gewaltfreiheit ist eines der zentralen Prinzipien dieser Bewegung und auch der Flow-Praxis. 463 - 483 v. Chr. Gautama Buddha begründet den Buddhismus, die Lehre der Erleuchtung durch die Kraft des Bewusstseins und der persönlichen Einübung (Atem, Meditation). Alan Watts publiziert 1936 The Spirit of Zen. 400 v. Chr. Die yogischen Praktiken der Inder und Chinas Chi-Medizin (z.B. Akupunktur) bauen seit Jahrtausenden auf den lebensspendenden Kräften des Flow auf. 1960 bringt der indische Yogi Maharishi Mahesh seine Transzendentale Meditation nach Deutschland. Das Bewusstsein in seinen subtilen Formen ist ein Zwilling des Flow. Der Inder Chandra Mohan Jain, der sich später Osho (von ‘Ocean’) nannte, wirkte in den 1970er Jahren als Philosoph und spiritueller Führer. Seit 333 v. Chr. Aufkommen des Stoizismus in Griechenland, später in Rom (Seneca). Die Gelassenheit wird als konstituierendes Merkmal des eigentlichen Lebenserfolges gesehen. 2 - 33 n. Chr. Jesus heilt durch Flow und predigt den Flow durch Liebe. Er schafft es, dank der Verbindung zum Flow und dem Ursprung von Flow - den er (himmlischer) “Vater” nennt - zu sterben und nachher ins Leben zurückzukehren.    495 n. Chr. Gründung des Shaolin-Klosters. Ausbildung der Shaolin-Kampfkunst auf der Basis von Chi- Gong. Bewusstsein verändert körperliche Eigenschaften. *   *   *   *   * .
Anfänge von Flow-Praktiken in heutiger Zeit
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Diese Liste weist auf Praktiken hin, die in der einen oder anderen Form mit dem vitalen Flow arbeiten. 1890er Jahre: Gandhi, der Kämpfer für Unabhängigkeit durch Gewaltlosigkeit (= ahimsa), entdeckte die Kraft des aktiven, gewaltlosen Widerstandes. Durch diese gewaltlose und listige Praxis erreichten er und seine Anhänger 1947 die Befreiung Indiens von der Kolonialmacht der Engländer. 1907-1909 Maria Montessori entdeckt  bei Kindern des Phänomen der versunkenen Bewusstseinsmodula- tion und nennt es ‚Polarisation der Aufmerksamkeit‘. (Il metodo della pedagogia scientifica, erste Fassung 1909; L’autoeducazione, 1916) 1912 Lilli Lehmann, damals Starsängerin, publiziert “Meine Gesangskunst”. Sie beherrscht die Kunst des “Singens durch Non-Tun” und lehrt diese auch. Die willensfreie Präzision des blossen Bewusstseins, umgesetzt in konkrete Praxis, macht sie zur modernen Pionierin der Flow-Praxis, obwohl sie dieses Wort damals noch gar nicht kannte. 1940er Jahre: Monty Roberts entdeckt das gewaltlose Flow-Prinzip der Einladungen. Er braucht nicht den Begriff der "Flow-Kommunikation", sondern spricht von der Sprache "Equus" (lateinisch für “Pferd”). Die Sprache, die das Pferd spricht, lenkt die Begegnung. Der Mensch kann diese Sprache lernen. Monty Roberts wird “der Pferdeflüsterer” genannt, denn seine Methode ist keine Dressur mehr, sondern Einladung.  1949 bis 1959: Bruno Gröning erzielt in Deutschland überraschende Heilerfolge bei zahllosen Krankheiten. Durch seine blosse Präsenz der Person und seiner Worte wurden sehr viele Menschen gesund. Gröning nannte das wirkende Moment „den Heilstrom“. Nicht er verursache die Heilung, er sei nur Mittler. Die Beschreibung dieses natürlichen Heilens entspricht in vielen Eigenheiten dem chinesischen Chi, dem indischen Prana und dem Flow. Heilungen dauern immer noch an. 1949 Arno Stern eröffnet in Paris die Académie du Jeudi, wo die Kinder einfach malen können. 'Der natür- lichen Spur folgen, sonst nichts', war die Devise. Weder Inhalt noch Resultat zählen, allein, was sich natürlich ergibt.  Publikationen: “Der Malort”. Daimon, Einsiedeln 1998 und “Die natürliche Spur. Wenn die Mal-Lust nicht zu Werken führt”. Freiburg 2001. Die natürliche Spur heisst, der unverfälschten Linie des Flow folgen. 1950er: Hans Scheuerl untersucht das Wesen des Spiels, und zählt zu den Kriterien des Spiels, u.a. ‚Entrücktsein vom aktuellen Tagesgeschehen‘, ‚das völlige Aufgehen in der momentanen Tätigkeit‘ und das Glück der Unendlichketiserfahrung. Wir wissen heute, dass dies alles psychologische Phänomen des existentialen Flow sind. 1962 Peter & Eleen Caddy und Dorthy McLean beginnen in Findhorn auf einem unfruchtbaren Stück Land Pflanzen und Gemüse von erstaunlicher Größe zu züchten. Mit Hilfe der Devas (Naturgeister) gelingt es ihnen, die vitale Kraft der Pflanzen (= Flow) zu steigern und unglaubliche Ernten einzufahren. 1960er Jahre und später: Tom Brown (Pine Barrens, New Jersey) kann im Wald Verschollene finden, ohne dass es physische Spuren gibt. Er liest “die unsichtbaren Spuren im Raum selbst”, die von den Verschollenen mit ihren Bewegungen verursacht wurden. 1960er/70er Jahre: Marshall Rosenberg entwickelt die Gewaltfreie Kommunikation, eine Vorstufe zur Flow-Kommunikation.  1970 Martha Rogers publiziert ihr Buch über energetische Pflege: “An Introduction to the Theoretical Basis of Nursing”. Auf Deutsch 1997: “Theoretische Grundlagen der Pflege. Eine Einführung”. Sie vertritt darin die Pflege, welche die vitale Energie berücksichtigt, sei es beim Patienten, sei es in der Interaktion mit den Pflegenden. 1970 Lynn Margulis, Mikrobiologin, weist nach, dass die Evolution durch Kooperation und nicht durch Krieg vor sich geht. Publikation: “Origin of Eukaryotic Cells”. Die Endosymbionten-Theorie zeigt, dass nicht einfache Selektion, sondern Kooperation von Zellen einen höheren Organismus hervorbringen. Flow ist grundsätzliche Förderlichkeit-zu-mehr. 1972 Viktor Frankl publiziert “Der Mensch auf der Suche nach Sinn”. Er zeigt auf, dass Sinn eine existentiale Dimension hat und jenseits der psychologischen Bedürfnisse liegt. Er sieht den Verlust an Sinn auch als eine Quelle der somatischen Krankheiten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse setzt er in seiner Logotherapie um. 1973 Boszormenyi Nagy publiziert “Invisible Loyalties” (Unsichtbare Bindungen). Das Buch beschreibt die unerhörte Kraft der generativen und familiären Zusammengehörigkeit. Hier werden erstmals Strukturen des Zusammengehörens beschrieben, die nicht psychologisch sind, sondern zum Kreislauf der vitalen Existenz gehören. Auch die Flow-Praxis arbeitet damit, wenn sie Anerkennung jenseits von Lob und Lohn praktiziert. Auch das Flow-Werkzeug der Allparteilichkeit basiert auf unsichtbaren Bindungen. 1980 Dr. Jeanine Lafontaine publiziert ein Buch über ihre Lernzeit bei den philippinischen Heilern: “Le Médecin des Trois Corps” (Arzt der drei Körper). Darin beschreibt sie drei verschiedene Körper des Menschen, den physischen, den energetischen und den spirituellen Körper. Sie arbeitet in Frankreich mit den drei Körpern. 1980 Marilyn Ferguson publiziert “The Aquarian Conspiracy” (Die sanfte Verschwörung). Sie umschreibt die Tatsache, dass viele Einzelne,die nichts miteinander zu tun haben, eine weltweite Wirkung haben, wenn sie vom selben Geist getragen sind. Dies ist auch ein Hinweis darauf, dass Flow kein Prinzip ist, sondern eine Inkarnation in jedem einzelnen Individuum. 1980er Jahre: Fred O. Donaldson erforscht das ursprüngliche Spiel bei wilden Tieren, Kindern und Jugend- lichen. Diese ursprünglichen Spiele folgen den Fliessgesetzen des Flow. Spielerisches Vorgehen ist ein tätiger Ausdruck dessen, was eigentliche Wirklichkeit ist.  1989 Gewaltloser Fall der Berliner Mauer. Der Wandel geschieht durch Kerzen, Gebete, Demonstrationen: alles Softfaktoren. Dieser sanfte Umsturz ist stärker als alle Armeen und Hardliner. Das heisst, auch politisch tritt Flow als Gross-Akteur auf, was ein markantes Zeichen ist, für den Beginn des neuen Zeitalters. 1992 Harro von Senger, Chinakenner und Jurist, publiziert den ersten Band von: “Stratageme. Lebens- und Überlebenslisten aus drei Jahrtausenden”. Ohne listvolle Stratageme ist eine konkrete, effiziente Flow- Praxis in Erziehung, Pädagogik, Kommunikation und Führung nicht machbar. 1993: Das Institut für HumanEnergie wird durch Johannes Gasser gegründet. Ziel: Erforschung und praktische Nutzung des vitalen Flow. Flow ist die Erfahrung des grossen Spiels der Lebendigkeit und umgekehrt: Das grosse Spiel der Lebendigkeit bringt den Menschen zur vollen Erfahrung seiner Existenz. Bewusstheit und die Energie des Flow bilden ein einheitliches Ganzes. 1990er Jahre: Karl Grunick aus Passau, Kampfkunst-Meister, entdeckt die sanfte Art, wie ein Mensch sich ohne jede Kraft aus den heftigsten Griffen und Attacken entwinden kann. Er zeigt, wie man sich sportlich entziehen kann ohne Willen und Angriff einzusetzen, indem man nur durch Vorstellung die Kraft des Angreifers unwirksam werden lässt. Er nennt dies: Neues Energie Training. Er praktiziert eine Form von Non-Tun, physisch erfahrbar. 1996 Deepak Chopra, indischer Arzt, stellt die westliche Medizin, die ayurvedische Medizin und die dynamische Meditation in den Kontext der heilenden Flow-Wirkungen. 1996 Wahrheitskommission wird unter Bischof Desmond Tutu in Südafrika von Nelson Mandela eingesetzt. Nicht Tadel, Strafe oder Rache bringen die Wende hin zur Reinheit und tiefen Befreiung, sondern schlichte Wahrheit, die von den Tätern angehört wird, ist der Katalysator. Das dabei verwirklichte Prinzip ist: Das artikulierte und angehörte Bewusstsein selbst hat heilende Wirkung. 2001 Die ZukunftsAkademie Energon bietet die Ausbildung an zum Flow-Praktiker/in, Flow-TrainerIn und Flow-Experten/In, gemäss dem Prinzip des Menschenflüsterers. (Ab 2011 erhält sie den Namen Dr. Gasser Flow-Akademie). 2001 Die Uno beschliesst, den 21. September jeweils als Weltfriedenstag zu feiern. Seit 1981 wurde der Eröffnungstag der Uno als internationaler Friedenstag gefeiert. Frieden erhält seinen symbolischen Platz in der Organisation der vereinigten Welt. Flow verbindet den Frieden mit dem dynamischen, innovativen Motor der Lebendigkeit. 2004 A. Vollenweider spielt in Südafrika. Er komponiert und spielt auf seiner Harfe eine Musik gegen Gewalt, für Frieden und Verständigung: Musikalische  Wucht des sanften Flows, der die tiefe Sehnsucht von Menschen aller Couleur aktiviert. 2006 Stanislav Grof publiziert: “Impossible - Wenn Unglaubliches passiert. Das Abenteuer aussergewöhn- licher Bewusstseinserfahrungen”.  2008 Melchizedeck Drunvalo publiziert: ”The Movement of the Earth’s Kundalini and the Rise of the female Light, 1949 to 2013”. Deutsch: Schlange des Lichts. Jenseits von 2012. 2008 Die Finanzkrise zeigt, was geschieht, wenn lebensfressende Faktoren, hier Schulden, dominieren. Willensordnung besteht langfristig nur, wenn lebensgenerierende Faktoren dominieren. 2010 Aung San Suu Kyi, die Bürgerrechtlerin von Burma (Friedensnobelpreisträgerin) wird von der Militärre- gierung aus ihrem 15-jährigen Hausarrest entlassen. Sie wirkte durch ihre Haltung in der Gefangen- schaft. 2011 Der arabische Frühling schafft es, die Tyrannen zu stürzen (Tunesien, Ägypten) ohne Gewalt anzuwenden. Schafft es aber nicht, die Tatsache der geborgenen Selbstverständlickeit auf nationaler Ebene aufzubauen. Das braucht Generationen der sanften, effizienten Entwicklung. 2013 Edward Snowden, der Geheimdienstmitarbeiter des NSA, klärt die Öffentlichkeit über die Überwachungspraxis der NSA auf. Er lebt die Kraft der Transparenz und ist bereit seinen Lebenskomfort dafür zu opfern und eine lebenslange Flucht in Kauf zu nehmen  .