E 6.5
Allheit I: Allparteilichkeit

Wir kennen Parteilichkeit. Sie ist gut, um das eigene Leben und die eigenen Interessen zu verwirklichen. Wir kennen Unparteilichkeit. Sie ist gut, um im Widerstreit von mehreren Gruppen zu schlichten. Um jedoch künftig die Anliegen der Gegenwart und die Anliegen der Zukunft zu vereinen, oder um individuelle Wünsche eines Einzelnen in Einklang mit den Anliegen des grösseren Ganzen zu bringen, reicht es nicht mehr, parteiisch oder unparteiisch zu sein. Hier braucht es ein noch wirksameres Instrument - die Allparteilichkeit.
Allparteilichkeit berücksichtigt in jeder Situation, welcher Ruf, welches Anliegen hinter einem persönlichen Wunsch oder einer Forderung steht. Allparteilichkeit gibt jedem Anliegen seinen Raum und bringt alle Faktoren dazu, sich in den Dienst eines grösseren Anliegens zu stellen. Allparteilichkeit ist die Kunst, Weite in die Kleinigkeiten des Alltages zu bringen und in den scheinbaren Gegensätzen das grössere Zusammengehören in Gang zu setzen. So gesehen, gibt es keine Kleinigkeit, die nicht ein Tor zur Grossartigkeit bildet. Dieses Seminar bietet eine gründliche Einführung in die Theorie der Allparteilichkeit, lässt erfahren, was Allparteilichkeit vermag und zeigt auch Techniken auf, die jenseits des mechanischen Tuns liegen. Es sind dies "Techniken", die nicht machbar sind, so wie man ein Rezept umsetzt, sondern die jener Intuition bedürfen, welche die Ganzheit erahnt.