W 5.8.2.
Das Pirschen des Kriegers (Selbstanpirschen)

Pirschen ist stets eine Synchronisation der Faktenwelt mit der Resonanzwelt. Es geht jeweils um die Existenz selbst und wie sie im Detail, über das Detail hinausgelangt. Es geht um die Bewältigung der Welt ohne Gewalt, sondern mit Flow, klarer Transparenz und präzisem Handeln.
Prinzip 1: Der Weg des weissen Kriegers. Das erste Prinzip des Pirschens ist, dass er jede Herausforderung, auch jene des Krieges annimmt und daraus einen weissen Krieg macht. Der Monopolist braucht dazu ein umdenken, dass Destruktion ausschliesst. Der Altruist braucht ein Umdenken, indem er klare Grenzen setzen lernt. Der Teilnehmer lernt, wo und wie er diese Herausforderung angeht, und was er verbessern kann.
Prinzip 2: Der Krieger wählt den Kampfplatz selbst. Er weiss, wie das Gelände beschaffen ist, kommt es zum Kampf und er weiss, welches Gelände wie zu behandeln, wie es zu bewältigen, resp. Wie darin zu walten ist, damit das grosse Waltende zum Walten kommt. Der Teilnehmer lernt die Präzision genauer zu fassen, deren er bedarf.
Prinzip 3: Alles Unnötige wird beiseite gelassen. Positiv gesagt erfolgt die grösstmögliche Verdichtung der Lebensintensität, und dies in jedem gepflegten Detail. Die Teilnehmenden entwickeln den Sinn für diese Intensitätsverdichtung.
Prinzip 4: Der kontrollierte Rückzug. Es bedeutet zu wissen, wann es genug ist, wann zu viel und wann zu wenig. Das heisst alles mit Mass angehen, selbst das Masshalten. Dazu gehört auch die Praxis, dass ein Rückzug oder eine Verabschiedung, eine Trennung oder Scheidung oder die Aufgabe von Bindungen, nicht auf Transparenz verzichten. Im Gegenteil. Der kontrollierte Rückzug bedeutet auch, der tatsche der Negativität einen adäquaten Platz im Raum des Bewusstseins zu verschaffen. Also keine Leugnung, Beschönigung, aber auch kein Übertreiben.