W 5.2.2.
Das Spiel der souveränen Torheit: das Täuschen der Welt täuschen
Souveräne Entfremdung

Es ist die Verbindung von handfester Welt, resonanten Anliegen und dem grossen Spiel des Lebens, handfest - resonant - voll des Lebensspiels.
Was der verteidigungslose Schutz in der Auseinandersetzung mit Anderen ist, das ist die kontrollierte Torheit in der Auseinandersetzung von der resonanten Welt mit der handfesten Welt. Es geht ja darum, die resonante Welt der vitalen Energieformen in grossem Umfang kennen zu lernen (vgl. zweites Erkenntnissystem). Und es geht darum, die handfeste Welt von Objektivität, Subjektivität und Auseinandersetzungen nicht zu scheuen, sondern mit beiden Beinen in dieser Welt zu stehen. Es geht auch nicht darum, die handfeste Welt in eine resonante zu verwandeln oder die resonante Welt der Grossartigkeit der Welt der Kleinlichkeiten zu opfern.
Um mit den Menschen und ihrem handfesten Verständnis in Beziehung zu bleiben geht es darum, auch ihre Sprache zu sprechen und in ihr Weltverhalten mitzumachen. Und zugleich durch alles Begrenzte, Einschränkende hindurch das Grosse zu wirken. Dabei gilt es, oft die Mittel dieser handfesten Welt zu nutzen: Status und Positionen auszuüben, Macht und Einengungen einzusetzen, Oberflächlichkeiten zu praktizieren, die "normalerweise" von der Tiefe wegführen. Im besten Fall gelingt es, zu erreichen, dass die Leute der Welt denken, man selbst sei ein Mann von Welt, eine Frau von Welt. Die Praxis des Scheins (von Maya, vom Weg des Man, vom Trend der Masse) auszuüben und trotzdem in nichts von der Weisheit der Grossartigkeit und Echtheit zu verlassen, das ist der Kunst der kontrollierten Torheit. <Vor allem die Macht ist eine Macht, die radikale die Authentizität und Herzlichkeit erodieren lässt. Ebenso das Lob der Massen und der äussere Erfolg. Von den vielen östlichen Meistern gelingt es anscheinend nur wenigen, diesen Fallen der Macht und des Gefallens zu entrinnen (vgl. Kornfield Jack. Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen. Goldmann-Arkana, München, 2010) und die Loyalität zur grossen Vitalität ungehemmt aufrecht zu halten. Für einen Flow-Meister, eine Flow-Meisterin ist dies jedoch eine notwendige Voraussetzung. Wenn schon die Unterscheidung der Geister eine grosse Kunst ist, umso grösser ist die Kunst, die Torheit mit zu machen und ihr nicht zu verfallen, sondern als Trampolin zu nutzen. Es geht darum, die kleinen Spiele mitzuspielen, und mit diesen kleinen Spielen stets auch das grosse Spiel des Lebens zu spielen. Das kann bedeutetn, um höhere Gunst herzustellen, explizhit töricht zu handeln. Die Torheit praktizieren, ohne das Bewusstsein oder irgend eine andere Seite der Lebendigkeit zu verraten und ohne Schuld anzuhäufen. Und falls dies trotzdem geschieht geht es darum, die Kosten auf sich zu nehmen und allaparteiliche Wege hinaus zu finden: Rekapitulation:: Selbstdeklaration kombiniert mit Hingabe und Wiedergutmachung:: den Trialog der verschiedenen Maestro in Gang zu setzen.<Die souveräne Torheit gelingt in ihrer Echtheit nur, wenn der Montagepunkt verschiebbar ist.