W 5.6.1.
Den eigenen Fallen und Schlichen meisterlich auf die Schliche kommen

Vorurteile sind hartnäckig, noch viel wirksamer sabotieren Sie unsere Freiheit, weil wir sie gar nicht bemerken. Eine Falle der Selbstwahrnehmung. Die Aufdeckung gehört zu diesem Training. Zudem auch die Tendenzen, welche durch unseren Hinterwillen in Gang gesetzt wird. Das sind die heimlichen Strebungen, welche oft aus unterdrücktem Frust oder nicht legitimierten Interessen her kommen. Aufklärung und Selbstentdeckung sind zwei Taktiken, die dagegen helfen.
Es gilt zu sehen, dass Fallen Teile des Irr-Werkes sind, das wir verkörpern. Irren gehört notwendig zur Evolution, die aus der Freiheit kommt. Fallen helfen Erfahrungen geben, die unsere Horizont erweitern, wenn wir durch die Angebote hindurch gelangen.
Bei Fallen, in die wir getappt sind, geht es nicht darum, diese tatschen zu leugnen, sondern sie anzuerkennen, sie wieder durchzuleben, bis in alle Details und zwei Dinge zu veranlassen. Auf der handfesten Seite gilt es sie zu benennen. Auf der Resonanz-Seite gilt es, die Energie, die darin steckt (etwa in Hingabe, Unschuld, Leiden, Anfälligkeit) wieder zu sicht zurück zu holen. Werkzeuge dafür sind symbolische Akte der Verabschiedung oder Rekapitulation, oder das Aufstellen von zukünftigen Wegmarken.