W 7.2.1.
Die Stärken der Schwächen - das Lob der Grenzen

Die Grenzen sind die Quelle der Kreativität: Je knapper die wirtschaftliche Lage, desto grösser die Entwicklungsmöglichkeiten und die ökonomischen Initiativen der Menschen. Sie entdecken an diesem Tag, dass jede Begrenztheit drei oder sogar noch mehr Chancen in sich trägt. Beispielsweise bringt ein behindertes Kind die Eltern dazu sich emotional weiterzuentwickeln, die Familienbindungen ausserordentlich zu differenzieren und über ihre alltäglichen Erwartungen hinauszuwachsen. Auch jede persönliche Schwäche bietet sich als Sprungbrett an. Beispiel: Ich bin sehr vergesslich, also schaffe ich ein klares Ordnungssystem, werde kreativ im jeweiligen Moment und schätze die Unterstützung der Andern.
Der große Redner Demosthenes konnte sich nicht verständlich machen, hat jahrelang gegen einen Wasserfall angeredet und wurde in der Folge einer der grössten Redner in ganz Griechenland. Schwach sein, heisst begabt sein, dies ist das evolutive Versprechen. Die eigene Schwäche gekonnt zeigen, ist für andere hochattraktiv. Siehe hierzu etwa das Buch von M. Gladwell und J. Neubauer (2013): David und Goliath: Die Kunst, Übermächtige.
Sie entdecken Ihre Begabungen, die dank Ihrer Schwächen endlich offenbar werden.