W 2.3.2.
Die Zusage: die absichtslose Absicht, die bedingungslos und gewaltlos erreicht, was sie voraussieht

Die Teilnehmenden erkennen, wie die Mechanik wirkt, dass etwas, das direkt fokussiert wird, sich "unweigerlich" einstellt. Es geht um eine Form von Absicht, die absichtslos, das heisst erwartungslos, in die Welt gesetzt wird, und dank ihrer gelassenen Sanftheit stärker ist als Absicht-gekoppelt-mit Macht. Die Tolteken sprechen von "der Absicht des Adlers", die christliche Beschreibung spricht von der "göttlichen Vorsehung", die Psychologen sprechen von der "selbsterfüllenden Prophezeiung", die Regenmacher von der Anrufung der "Kraft, die Regen macht". Die Meister des Belcanto sprechen davon, die Klänge nicht zu wollen oder zu singen, sondern sie "nur zu denken", natürlich ohne Erwartungen und ohne "Erfolg-haben-wollen".
Die Wirkung der absichtslosen Zusage entsteht durch Resonanz, das heisst durch die Schaffung eines Feldes, das die Ereignisse einlädt, daran teilzunehmen. Jener, der die vitale Zusage aktivieren möchte, ist aufgefordert, sich nicht auf wahr-nehmende, sondern auf die gebende Ausrichtung der eigenen Selbstverständlichkeiten einzulassen. Diese Zusage ist keine Angelegenheit der Rationalität noch des Willens, sondern vollzieht sich im Erkenntnissystem der Resonanz. Die Zusage ist sozusagen eine direkte, pragmatische, subtile Form von Magie.