W 6.3.1.
Geltend machen. Wie Dinge wirklich Geltung bekommen

Für jeden Ethiker, für jeden Idealisten und für alle Goodwill-Menschen ist es ärgerlich, wenn sie entdecken, dass die Werte oder grossen Ideen nicht "einfach so" gelten. Die Absicht der Promotoren besteht dann daran, die ethischen oder idealen Gedanken als Forderungen zu deklarieren oder als Pflicht oder als Sollen.
Dabei gehen sie eine Allianz ein mit dem, was man "das Gewissen" nennt. Leider ist das Gewissen aber oft durch Psychologie vergiftet, wenn "Gewissen" mit "sich-schuldig-fühlen" verwechselt wird. Für das ressourcive Denken ist die Kraft der Schuld oder die Kraft, die im Schuldig-werden-können steckt viel zu gross, um sie den Gefühlen zu überlassen. Noch stärker als Pflicht und Schuld ist aber jene Attraktivität, die aus Sinnhaftigkeit, Allparteilichkeit und Herzensreinheit erwachsen. Zudem braucht jede wirkliche Geltung eine Einbettung ins konkrete Lebenssystem und eine präzise Unterstützung durch innere und äussere Massnahmen, wie Vertrautheit, Passend-Sein, richtige Dosierung oder Aufbautraining. Die Frage ist dabei stets: Woher nehme ich die Energie, und wie stehe ich da, wenn ich so handle, wie die Wirklichkeit es braucht.
Sie entdecken, wie die Dinge zu gelten beginnen, wenn Flow, Attraktivität sich mit Integrität und Detailnähe zusammen finden.