E 10.1
Kreislauf I: Geben und Empfangen als "Statt-Prozesse"

Ggeben und empfangen sind die elementare Basis von Selbstwert und Anerkennung. Geben ist wirksamer als befehlen und handeln.
Die neue Form der Kommunikation von Du zu Du beruht auf dem Kreislauf von Geben und Empfangen. Diese Kommunikation arbeitet mit Gunst, Transparenz und Eigentlichkeit. Deren Grundtätigkeit ist das Geben und Gewähren. Die Gabe ist eine Basis-Aktivität von Ursprünglichkeit und Vitalität. Sie bildet eine Währung, in die alle anderen Lebensereignisse zur Münze werden, das heisst, Wirkkraft erhalten. Ihre verschiedenen Währungsformen sind: Gefühl, Denken, "Chemie", Gütertausch, Präsenz, Gesehen-Werden usw.
Sie erfahren mehr über die Bedeutung der Kreisläufe von Geben und Empfangen, die schon in den Urkulturen wirkten. Z.B. über den Potlatch der kanadischen Indianer oder über den Mann, der zum Helden wird, indem sein Tod in einen Kreislauf von Geben und Empfangen eingebettet ist. Das gibt eine neue Deutung über den sogenannten Opfertod Jesu: Das Leben hingeben, um das Leben zu empfangen. Sie erfahren, warum es grundfalsch ist von "Selbstmördern" zu sprechen. Denn diese haben keine bösen Absichten, sie geben ihr Leben hin wegen einer guten Sache oder aus Verzweiflung oder als Opfer.