E 7.1
Macht I: Macht dominiert und vernichtet Souveränität

Macht gibt es als Wirkungsraum, Position und Alltagsbewältigung. Macht korrumpiert. Sie ist Wirklichkeitsersatz. Auch Status, Abhängigkeit und Geltung sind hochwirksam, blockieren aber, ähnlich wie die Macht, die Vitalität. Was sind die Alternativen? Dazu ein Hinweis auf drei andere Prinzipien:
- alle Macht den Andern;
- Prinzip Fliesswirklichkeit;
- das Tao-Prinzip. Genauer gesagt geht es darum, die Macht dem ZU zu überlassen, dem ZU-sammen, dem ZU-gunsten, dem Zu-was-immer-für-ist. Die bisherige politische, ökonomische und soziale Souveränität arbeitete mit Macht und den notwendigen Druckmitteln (getrennte Gewalten, Sanktionsgewalten). Die Souveränität der Zukunft wirkt ohne Macht und ohne Drohung durch die Attraktivität der Lebendigkeit und des Flow.
Soll Macht verwendet werden dann ist sie nur unter zwei Bedingungen lebensförderlich: Erstens soll sie durch förderliche Kraftformen, und nicht durch Gewalt geschehen, und zweitens muss der Machthaber die Kosten für die Ausübung seiner Macht selbst tragen und nicht vom bemächtigten tragen lassen. Eltern z.B. bezahlen die Kosten für ihre Erziehungsmacht selber und verlangen nicht, dass Kinder dies ihnen zurückzahlen. Sobald man denkt, Kinder müssten die Macht bezahlen, und wenn sie dies nicht täten, würden sie schuldig, wird die die Einfluss-Macht der Eltern korrumpiert.
Diese Erkenntnisse über die gigantischen Auswirkungen der Macht sind nur etwas für Menschen mit starken Nerven!